Renommierter Preis für nachhaltige Betriebsführung – ausgezeichnet im Rahmen des European Beer Star.
Über 30 Brauereien haben ihr nachhaltiges Engagement beim Future Award des European Beer Stars 2024 messen lassen. Die Familienbrauerei Göller aus Zeil ist einer von drei Preisträgern, die am 27.11. im Rahmen der Brau Beviale auf dem Nürnberger Messegelände den Zukunftspreis vom bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, überreicht bekamen.
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen technische Innovationen, die den Primärenergiebedarf von Brauereien senken.
Dies ist der Brauerei Göller durch verschiedene Investitionen in den letzten Jahren gelungen, sodass der Bedarf an Wärmeenergie des Zeiler Familienunternehmens in den letzten 5 Jahren um 22,9 % und der Bedarf an Elektroenergie um 17,2 % gesenkt werden konnte.
Dies gelang zum einen durch die Erneuerung der Flaschenreinigungsmaschinemaschine in der Abfüllanlage der Brauerei im Herbst 2022. Hierdurch wurde nicht nur Energie im großen Maße, sondern auch der Frischwasserverbrauch und Chemiebedarf während der Mehrwegflaschenreinigung erheblich gesenkt.
Zudem führten Modernisierungen der Kältetechnik und des Sudhauses in der Brauerei in der Zeiler Altstadt zu erheblichen Energieeinsparungen.
Darüber hinaus verfügt der Familienbetrieb über eigene Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 360 kWp. Dies entspricht einer Autarkie des Strombedarfes von 31 %. Alleine in den letzten beiden Jahren wurden neue PV-Anlagen mit einer Leistung von in Summe 180 kWp installiert, wodurch die jährlich eigenproduzierte Strommenge verdoppelt werden konnte.
Nachdem die Stadt Zeil vor etwa einem Jahr die Errichtung von PV-Anlagen in der Zeiler Altstadt genehmigt hatte, hat die Brauerei Göller Anfang 2024 PV-Anlagen auch auf Dächern von Brauereigebäuden im mittelalterlichen Gebäudekomplex der „Alten Freyung“ installiert.
Preisverleihung auf der Brau Beviale (Nürnberg) – Future Award 2024
Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung mit dem Future Award 2024. Es zeigt, dass wir – was unseren Primärenergiebedarf pro Hektoliter Bier betrifft – gut für die Zukunft aufgestellt sind. Angesichts der drastisch gestiegenen Kosten für Erdgas und Strom seit 2022 ist dies ein immens wichtiger Punkt, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Der Energiebedarf, der bei der Produktion und Abfüllung von Bierspezialitäten anfällt, ist enorm. Man kocht Würze im Sudhaus, hält Bier während der Lagerung wochenlang im Lagerkeller bei knapp über 0°C kalt und erhitzt in der Abfüllanlage dann wiederum Mehrwegflaschen während der Reinigung.