Freitag, 14. März 2014
5. Zeiler Fastenpredigt mit Wilhelm Wolpert


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Zeil (wo) „Ich wünsch' euch ein paar vergnügliche Stunden in Zeil, da Haßfurt zur Zeit nicht viel zu lachen hat“, dies war  Franz-Josef Göllers Worte zur Eröffnung der fünften Zeiler Fastenpredigt, gehalten von Wilhelm Wolpert, zu welcher der  Brauereibesitzer zusammen mit seiner Frau Eva in ihren Göllersaal geladen hatte. Einige hundert Zuhörer erlebten einen fröhlichen Abend mit allerhand politischen Spitzfindigkeiten, Geschichten und Gedichten aus Wolperts Büchern und schmissiger Musik vom „Scharfen Blech“ aus Sand. Mit dem Eintrittsgeld unterstützten die Gäste den Göller-Hilfsfonds.

      Wolpert musste erst einmal für Ruhe sorgen  „Lauter Wahlgespräche, die müssen sofort eingestellt werden“ Tatsächlich war viel kommunale Prominenz vor der Wahl erschienen , unter ihnen die fünf Landratskandidat(inn)en Wilhelm Schneider (CSU), Bernhard Ruß (SPD),  Brigitte Bayer (Wählergemeinschaft), Rita Stäblein (Grüne) und Sabine Schmitt (Linke). Auch viele Bürgermeister und solche, die es werden wollen, nahmen an den Tischen Platz.

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Doch nun erwarteten die Zuhörer lokale Themen und wie manche Kommunalpolitiker ihr Fett wegbekommen. Wolpert telefonierte, mittels Smartphone natürlich,  mit seinem Freund Josef, mit dem er sich in Zeil treffen wollte. Geht aber schlecht, weil es in Zeil unmöglich sei in der Innenstadt einen Parkplatz zu bekommen. Wolpert riet ihm in Ebelsbach zu parken und mittels Bahn nach Zeil zu kommen. Trotzdem lobte er Zeil, da sie ihr Hallenbad behindertengerecht ausgestattet haben „aber nur bis zur Kasse“. Dennoch stellte sich ein Männerschwund ein, „weil die Damenduschen jetzt Türen bekommen haben“ Elektroautos sollen der große Renner in Zeil sein. Bürgermeister Thomas Stadelmann nahm die neue Elektrotankstelle in Betrieb, wollte gleich mit einem E-Mobil zu den Stadtteilen fahren “ging nicht, die Strippe war zu kurz.“

     „Ee Kreisel ist den Zeilern zu wenig, a zwetter (zweiter) muss her“, so wird jetzt der (W)Armut(h)skreisel gebaut. „Gald (Geld) is doa“. „Doch was tun mir in die Mittn vom Kreisel nei?“, „vo Haßfurt könn mer a par verrosta Eiseli bring“ oder Steinmetz Andreas Brech kann a krumma Gurkn meißel  als Wegweiser nach Krum, oder ein Standbild von Bürgermeister Thomas Stadelmann oder gar ein Windrad drauf.

„Wisst ihr, was der wichtigste Kreisel im Landkreis is“. Ratloses Schweigen. „Des is der Kreisel in Oberschleichach, a mords Verkehr is dort“. Schallendes Gelächter im Saal folgte.

  Für das neue Altenheim in Zeil wird eine Seniorenklappe eingerichtet. Knetzgau schläft nicht. (Anmerkung: Dort soll ein neues Heim gebaut werden) „Unsere Einlagen sind sicher“. Das sagt Frau  Merkel in der Wirtschaftspolitik, die Bänker bei ihren Banken, das Schuhhaus Minnich bei den orthopädischen Schuhen und vor allem das Altenheim.“.

    Wilhelm Wolpert gliederte seine Fastenpredigt in Abschnitte, also Pausen, damit die Kapelle „Scharfes Blech“ zur Unterhaltung aufspielen konnte und die Zuhörer sich mit ihren Tischnachbarn unetrhalten konnten. In einem zweiten Teil befasste er sich mit den sechs Landratskandidat(inn)en. Bei Bernhard Russ aus Sand fragt Wolpert: „Wisst ihr warum so viele Wildgänse nach Sand einfliegen: „Die haben dort eine Gans(z)tagesschule.“

    In die Affäre um Ulli Hoeneß, will er im Knast auch Alice Schwarzer dabei haben. Wolpert sang: „Ich wohn Tür an Tür mit Alice“. Weil der Limburger Bischof Tebartz so viel erdulden muss, wird jetzt ein Heiligsprechungsprozess eingeleitet. 

     In einem der letzten Teile widmete sich Wolpert mit dem fränkischen „Frecker“ (übersetzt etwa mit Schlitzohr oder Schalk). Diese Auszeichnung käme gleich nach dem Bundesverdienstkreuz. Jetzt gäbe es auch die weibliche Form „Freckera“.

Immer wieder las Wolpert passende Gschichtli und Gedichtli aus seinen Büchern vor.

     Mit einem Abendgebet aus seinem Buch „ Lieber Gott, ich schlag vor, wir sagn Du zuänanner“ schloss Wilhelm Wolpert seine Reden. 

Es endete ein gelungener, heiterer Abend.

Text und Fotos: Wolfgang Ortloff


Meiningers International Craft Beer Award 2017

970 Biere aus 28 Nationen waren im Wettbewerb
- die Brauerei Göller
wurde mit 4 Medaillen
ausgezeichnet:

Rauchbier - GOLD
Kellerbier - SILBER
Freyungs-Ale - SILBER
Hefeweizen Alkoholfrei - SILBER