Veranstaltung zugunsten des Göller Hilfsfonds
Gelungener Bockbieranstich mit "Gotthold und Eustach" und den "Abt-Degen-Bläsern"


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Zeil (wo) Auch heuer hat das Besitzerehepaar Eva und Franz-Josef Göller der gleichnamigen Brauerei in Zeil zum Anstich des neuen Herbstbockbieres im Göller-Saal ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt. „Gotthold und Eustach“ – im zivilen Namen Martin Wachenbrönner (Aubstadt) und Fredi Breunig (Salz bei Bad Neustadt) -, zwei urwüchsige Kabarettisten aus dem Grabfeld sorgten für eine pointenreich humorvolle Unterhaltung. Für die musikalische Stimmung sorgte das siebenköpfige Ensemble „Abt-Degen-Bläser“ aus Ziegelanger.

Die Begrüßung der Gäste im vollbesetzten Saal vollzog sich heuer etwas anders als in den Vorjahren. Fredi Breunig verpackte Ehrengäste und anwesende Vereinsgruppen in eine Geschichte, in die nächtliche Suche nach der geschichtlichen Originalstelle des Hexenfronhauses, des künftigen Hexendokumentationszentrums. Die klang verkürzt wiedergegeben so: „Heinrich der Weise (Heinrich Weisel) machte sich mit leisem Tritt (Ludwig Leisentritt) des nachts in einem Umlauf (Alois Umlauf) – das Terzett der Heimatforscher war hiermit komplett- durch die Stadt Zeil. Da kam ein Russ (Bernhard Ruß – Bürgermeister von Sand) ums Häuser-Eck (Rudi Eck – Bgm.. von Haßfurt) mit einem Handwerker (Landrat Rudi Handwerker). Sie trafen eine Gruppe von bärenstarken ( MdB Dorothee Baer) Männern, die mit Hämmern auf das Pflaster hauten (Zeiler Steinhauer). ... Die Geschichte ging noch weiter. Zum besseren Verständnis bat Eva Göller die Personen aufzustehen.
Doch das erste Fass Herbstbock wartete, angesteckt zu werden. Es war gut so, dass Bürgermeister i. R. Christoph Winkler der Stimmkreisabgeordneten MdB Dorothee Bär assistierte, denn eine zarte Hand braucht zu lange den Schlegel zu schwingen, um den Zapfhahn mit wuchtigen Schlägen in das Spundloch einzutreiben. Doch schließlich gelang es. Der erste Schluck gebührte den Zapfern und dem Ehepaar Franz-Josef und Eva Göller.

Während der Hausherr Freibier im Saal verteilte, spielten die Abt-Degen-Bläser zünftig auf. Dies aber auch in den Sketchpausen von „Gotthold und Eustach“.
 

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Der erste Sketch befasste sich mit der Einladung zum Bockbieranstich bei Göller. Die Meldung sollte online oder per e-mail erfolgen. Da ging es schon los. Die absoluten Computer-Laien vermuteten unter online „ an lina“ eine Frau und unter hotline eine besonders „scharfe“ oder steht es für „rechts“ beim Viehantrieb, unter eingeloggt - Lockenwickler. Passwort wurde mit Passport verwechselt, Doch der Personalausweis ging in kein Laufwerk rein und Bildschirm hatte mit einem Regenschirm nichts zu tun. Unter „Speicherplatz“ nahm man den Dachboden oder eine Scheuer an, wo man mit einer Maus anklicken solle. Eine Falle konnte leicht aufgetrieben werden. Es sollten Fenster geschlossen werden, wo doch kein Flügel in der Wohnung offen stand. So folgte eine Lachsalve an die andere. Letztendlich entschieden sich Gotthold und Eustach doch für den herkömmlichen Postweg, weil man mit dem mitgelieferten „Bierdeckel“ (Diskette) nichts anzufangen wusste. Im nachfolgenden Sketch hatte ein Vater (Eustach) seine liebe Not bei den Hausaufgaben seines Sohnes, sei es nun im Deutschen; ein abgeleitetes Hauptwort ist Regenwasser weil es von der Dachrinne rinnt oder „Wendepunkt“ sei eine Drohung der Hausfrau „wenn de punkt 8 Uhr vom Wirtshaus nicht daheim bist......! „. Oder Heimatkunde: Im Sommer seien die Tage länger, weil sie sich bei Wärme ausdehnen und im Winter sei es umgekehrt, weil sie sich zusammenziehen. Am schwierigsten gestaltete sich das Rechnen. 5 –7 + 2 = 0 erklärte der Vater so: Ein Bus fährt in Haßfurt mit 5 Leuten los, dann müssen in Zeil 7 aussteigen und in Eltmann 2 zu, damit der Bus leer ist.

In einem weiteren Sketch gibt der „lebenserfahrene“ Eustach dem schon etwas älteren, aber immer noch solo lebenden Gotthold konkrete Ratschläge wie man eine Frau erobert. Er scheitert kläglich an einer im Bett verloren gegangenen Fernbedienung des Fernsehers im Schlafzimmer. Wenn auch manche Pointen dem einen oder anderen schon bekannt waren, so schüttelten sie doch das Zwerchfell durch angesichts der schauspielerischen Komik des Kabarettistenpaares.

Resümee: Ein unterhaltsamer Abend mit Kabarett und Musik, gepaart mit gepflegter Gastlichkeit. Positiver Nebeneffekt: Der an sich geringe Eintrittspreis von 3 Euro kam ganz und gar dem sozialen Göller-Hilfsfonds zugute.

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Steckbriefe: Kabarettistenpaar Gotthold und Eustach: Martin Wachenbrönner („Gotthold“), ist ein waschechter Aubstädter und betreibt in Aubstadt als selbständiger Schreinermeister eine Schreinerei (Treppen, Türen, Fenster u.v.m.).

Fredi Breunig („Eustach“), ist in Großeibstadt, einem Nachbarort von Aubstadt, geboren und wohnt jetzt mit seiner Familie in Salz bei Bad Neustadt/Saale. Beruflich ist er als Leitender Angestellter bei der Fa. MGlas AG in Münnerstadt tätig.

Abt-Degen-Bläser: Ziegelangerer und Schmachtenberger Blasmusikensemble unter der Leitung von Günther Bier

Göller Hilfsfond: Der Göller-Hilfsfonds wurde 2005 ins Leben gerufen, um die verschiedensten Projekte in der Region zu unterstützen: Hilfe für Familien, die in Not geraten sind, förderungswürdige Aktionen sozialer Art, Jugend- und Kulturarbeit sowie alle Arten von Engagements, die hilfsbedürftigen Menschen im weitesten Sinne zugute kommen. Das Spektrum soll auf jeden Fall so groß wie möglich sein.

Text und Bilder: W. Ortloff

Die schönster Bilder vom Bockbieranstich mit Fotos von Detlef Glaser und Jochen Reichel finden Sie hier...



Meiningers International Craft Beer Award 2018

1090 Biere aus 28 Nationen waren im Wettbewerb
- die Brauerei Göller
wurde mit 2 Medaillen
ausgezeichnet:

Rauchbier - GOLD
(das dritte Jahr in Folge)
Kaiser Heinrich Urstoff - SILBER